Unzufrieden im Job - und nun?

Aktualisiert: 2. Sept.


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"Ich habe oft das Gefühl, dass ich etwas Sinnloses tue!"


Das war der erste Satz, den Anna bei unserem Kennenlernen in unserer Aloha-Session zu mir sagte. „Mir fehlt die Leidenschaft und die Freude an dem was ich jeden Tag auf der Arbeit tue!“ Anna war bei ihrem aktuellen Arbeitgeber total unglücklich - obwohl sie erst vor knapp einem Jahr in das Unternehmen gewechselt ist. Sie überlegte, ob sie schon wieder kündigen sollte. „Aber vielleicht liegt es ja auch gar nicht am Job?“ und „Was ist denn, wenn es nach einem Wechsel gar nicht besser wird??!?“ Anna hatte Angst, wie sich ein weiterer Wechsel auf ihrem Lebenslauf macht, und dass sie vielleicht auch in einem neuen Job wieder genauso schnell an den gleichen Punkt kommt.


„Svenja, ich bin da täglich 8-10 Stunden!!! Ich will endlich wieder Freude haben an dem, was ich einen Großteil des Tages mache!!!“


Mit dieser sehr belastenden Situation schlug sich Anna einige Monate herum, bevor sie auf mich zugekommen ist. Ständig war da dieses Gedankenkarussell, sie wusste nicht, was sie denn stattdessen machen könnte… Die berufliche Unzufriedenheit wurde immer größer.


Zum Glück hat Anna einer Freundin von ihrer Situation erzählt. Denn diese hatte bereits ein Coaching mit mir gemacht und konnte ihr daher sagen, dass sie mit diesem Anliegen überhaupt nicht alleine ist und bei mir genau richtig ist. 🤍


Unzufriedenheit im Job kennen wir alle! Diese Tage, an denen wir das Gefühl haben, alles hinschmeißen zu wollen. Alles in Frage zu stellen.


Manchmal werden aus diesen Tagen aber auch Wochen und Monate. Und dann stellt sich irgendwann die Frage: was nun?


Gerade, wenn die Entscheidung "kündigen oder bleiben?" im Raum steht, hilft es, innezuhalten und zu reflektieren, woran es eigentlich ganz konkret liegt, dass du beruflich so unzufrieden bist. Ist es wirklich Zeit, das aktuelle Unternehmen zu verlassen und dich beruflich neu zu positionieren? Oder kannst du vorher noch etwas anderes versuchen, bevor du diesen großen Schritt gehst?


Unzufriedenheit im Job kann sich schnell auf das komplette Leben auswirken. Oft fängt es mit dem Gedankenkarussell an, das (am liebsten abends beim Einschlafen) im Kopf zu kreisen beginnt und gar nicht mehr stoppen will...


Und auf einmal ist dann auch in der Freizeit die Freude und Energie weg. Vielleicht hast du häufiger so ein komisches Gefühl von Unwohlsein. Irgendwas ist da - du kannst aber nicht so genau greifen, warum du so schnell gereizt bist oder häufiger mal unzufrieden, obwohl doch eigentlich gar kein Grund da ist.

"Ist das das richtige? Oder soll ich den Job oder das Unternehmen wechseln? Übertreibe ich maßlos? Ich habe doch einen gut bezahlten Job, auf den ich bisher immer hingearbeitet habe - und irgendwie passt es mir trotzdem nicht. In welche Richtung will ich beruflich eigentlich? Was kann ich? Was macht mich glücklich?"

Ich stand vor einigen Jahren an genau diesem Punkt und kann mich noch so gut an dieses ständige Gedankenkarussell erinnern… Diese latente Unzufriedenheit, die irgendwie immer da war - auch in den schönen Momenten.


Ich Nachhinein betrachtet hat mich am meisten belastet, dass ich so lange einfach nicht greifen konnte, WAS GENAU mich in meinem Job so unzufrieden machte. Ich fühlte mich dadurch so ohnmächtig. Denn ohne zu wissen, warum ich eigentlich so unglücklich bin, konnte ich auch einfach nichts ändern!


Erst nachdem mir im Coaching klar wurde, was mich unzufrieden machte und was mir in meinem damaligen Job fehlte, konnte ich ganz gezielt daran arbeiten, die Unzufriedenheit anzupacken und mir Schritt für Schritt mein erfülltes (Berufs-)Leben zu erarbeiten.


Wie erleichtert war ich, als ich merkte, dass ich nicht alleine bin! Dass es auch ganz vielen anderen so geht wie mir. Dass da so viele Frauen mit ganz unterschiedlichen Themen zu kämpfen haben.


Aus diesem Grund möchte ich dir zunächst einmal die acht häufigsten Gründe für berufliche Unzufriedenheit vorstellen, mit denen Frauen zu mir ins Coaching kommen. Denn: Du bist nicht allein! Allein das zu erkennen, kann schon ganz viel Erleichterung verschaffen.


Die 8 häufigsten Gründe für berufliche Unzufriedenheit


"Ich bin nicht glücklich in meinem aktuellen Job. Aber woher weiß ich, was ich stattdessen machen möchte?"


So oder so ähnlich lauten viele der Fragen, mit denen Frauen auf mich zukommen und die wir im Coaching genauer beleuchten.


Der erste Schritte, mit dem wir auch im Coaching starten, ist genauer hinzuschauen, WARUM du in deinem aktuellen Job nicht glücklich bist. Denn - ohne zu wissen, wo die Unzufriedenheit herkommt, kannst du sie nicht gezielt angehen.


Wenn du die Gründe für deine berufliche Unzufriedenheit erkennst, identifizierst du dadurch ganz konkrete Stellschrauben, an denen du ansetzen kannst.


Bereits die Erkenntnis, dass du mit deinem "Problem" nicht alleine bist, sondern dass es auch anderen Frauen so geht wie dir, hilft oft.

1. Fehlende Sicherheit

Du hangelst dich von Befristung zu Befristung oder bist in einem Unternehmen, dessen Ziele und Visionen dir nicht bekannt sind? Möglicherweise hast du aber auch eine Führungskraft, die nicht transparent kommuniziert und die mit dir irgendwie nicht gut auszukommen scheint - was bei dir zu einer starken Unsicherheit führt.


Sicherheit ist ein menschliches Grundbedürfnis. Je nach Persönlichkeit ist dieses Bedürfnis stärker oder schwächer ausgeprägt. Ein festes, sicheres Arbeitsverhältnis und eine klare Richtung in Form von Vision und Zielen befriedigt dieses Sicherheitsbedürfnis enorm. Ist das nicht gegeben, führt die fehlende Sicherheit oft zu beruflicher Unzufriedenheit.

2. Das Gefühl, in einem sinnlosen Job festzustecken

3. Wertekonflikte

4. Wenig Gestaltungsspielraum

5. Zu hohe Arbeitsbelastung

6. Fehlende Wertschätzung

7. Zu viele Freiheiten

8. Keine Entwicklungsmöglichkeiten

Unzufrieden im Job - was du tun kannst


Gerade, wenn die Unzufriedenheit im Job länger besteht und anfängt, uns auch nach Feierabend zu belasten, stellt sich über kurz oder lang bei den meisten die Frage "Soll ich kündigen oder bleiben?".

Ich mag diesen Spruch sehr. Denn er zeigt, dass wir eine Wahl haben. Dass wir der Situation nicht ohnmächtig ausgeliefert sind und sie einfach ertragen müssen. Sich dessen bewusst zu werden, ist aber oft ein Prozess und mit viel Reflexion und Mühe verbunden.


Im Coaching arbeite ich unglaublich gern mit dem Rad der beruflichen Zufriedenheit. Damit ist eine Art "Bestandsaufnahme" möglich und du erkennst, wo gerade eine Unbalance da ist. Und ob du noch etwas verändern kannst, oder es vielleicht langsam an der Zeit ist, sich nach etwas anderem umzuschauen.

Hast du Lust, es für dich zu Hause mal auszuprobieren? Dann nimm dir einen Zettel und Stift und drucke dir das Rad der beruflichen Zufriedenheit (den Download findest du ganz unten in diesem Artikel) aus.


Überlege nun für jeden einzelnen Bereich:


Wie zufrieden bist du auf einer Skala von 1-10 derzeit in diesem Bereich?

(1 steht für "total unzufrieden", 10 für "wunschlos glücklich")


Male bis zu der Markierung aus, die du für diesen Bereich ausgewählt hast (also bei einer 7 malst du 7 Felder aus).


Mach das für alle Bereiche und lass dann das Ergebnis einmal auf dich wirken. Was kannst du erkennen? Sind es einige wenige Bereiche, in denen du sehr unzufrieden bist? Sind es die meisten Bereiche?


Suche dir einen der Bereiche aus, in dem du am unzufriedensten bist. Überlege einmal, was du tun könntest, um auf der Skala einen Punkt höher zu kommen. Also nicht, was passieren müsste (passiv), sondern was DU selbst tun könntest. Wo hast du vielleicht die Freiheit und die Möglichkeit, selbst etwas zu verändern?


Es kann sein, dass auch nach reiflicher Überlegung die Antwort lautet "Nichts". Oft fallen uns aber doch vermeintlich kleine Veränderungsspielräume ein. Anna zum Beispiel hat im Bereich "Führung" nur eine 3 vergeben. Als wir im Coaching überlegt haben, warum sie hier eine 3 vergeben hat und womit genau sie hier unzufrieden ist, hat Anna sehr klar formulieren können, dass sie das Gefühl hat, ihre Führungskraft würde ihre Gutmütigkeit ausnutzen. Ständig kam diese mit neuen Aufgaben auf sie zu und fragte, ob sie die nicht auch noch machen könnte. Sie könne das einfach besonders gut und das Team sei ja gerade so unterbesetzt.


Im Coaching hat sie dann unter anderem zwei Dinge herausgearbeitet: Zum einen haben wir konkrete Antworten erarbeitet, mit denen Anna beim nächsten Mal freundlich, aber bestimmt "Nein" sagen kann - ohne dabei das Gefühl zu haben, dass sie das doch zu ihre Führungskraft nicht sagen kann.


Zum anderen hat Anna aber auch erkannt, dass sie einen starken Inneren Antreiber "Sei gefällig" hat. Dieser sorgt dafür, dass es ihr extrem schwer fällt, "Nein" zu sagen. Wir haben ihre Glaubenssätze beleuchtet, die dahinter stehen und konkrete Erlauber erarbeitet, die ihr dabei helfen, sich mental und emotional für das nächste "Nein" zu wappnen. Sie hat nun konkrete Strategien, wie sie ihren Inneren Antreiber entmachten kann und hat auch ein Gespräch mit ihrer Führungskraft gesucht und ihre Wünsche und Erwartungen klar kommunizieren können.


Warum erzähle ich das? Hätte Anna jetzt gekündigt ("Leave it"), ohne diese inneren Anteile zu beleuchten ("Change it"), dann wäre die Wahrscheinlichkeit groß, dass sie im nächsten Job wieder an den gleichen Punkt kommt - weil sie auch hier wieder schwer "Nein" sagen kann. Im Coaching schaue ich deswegen mit dir immer auch ganz viel ins "Innen".


Denn oft erkennst du bei intensiver Betrachtung, dass da ein gewisser Veränderungsspielraum ist - in dir selbst und / oder in deiner Situation. Und auch, wenn du erkennst, dass du in diesem Job definitiv nicht glücklich wirst, kannst du dabei viele wertvolle Erkenntnisse sammeln, die du bei der Auswahl deines neuen Jobs, deines neuen Arbeitsumfeldes berücksichtigen kannst.


Für Anna war es extrem hilfreich, mit mir als Coach eine Expertin an ihrer Seite zu haben, die ihr durch Struktur und gute Fragen zu mehr Klarheit und neuen Perspektiven auf die eigene Situation verhelfen konnte. Du merkst, dass du auch bereit bist, deine Themen mit meiner Unterstützung anzugehen? Dann buche eine Aloha-Session zum Kennenlernen mit mir, um einen ersten tieferen Blick auf dein Anliegen zu werfen. Ich freue mich, dich ganz bald kennenzulernen!


Ich öffne meinen Methodenkoffer für dich!


Lade dir das Rad der beruflichen Zufriedenheit herunter - eins meiner absoluten Lieblingstools, um erste Stellschrauben zu finden, wie du deine berufliche Unzufriedenheit angehen kannst, um den ersten Schritt auf deinem Weg zu einem erfüllteren Job und mehr Leichtigkeit im Leben zu gehen.

Rad der beruflichen Zufriedenheit inkl. Test
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Ich wünsche dir viele Erkenntnisse.


Herzlich.

Svenja



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