Wie ich den Mut gefunden habe, meinen Traum zu verwirklichen...

Aktualisiert: 20. Feb.

Hej, ich bin Svenja. Als Life & Career Coach für Frauen helfe ich dir, Klarheit zu erlangen, wie dein zufriedenes und erfülltes (Berufs-)Leben aussieht. Aber ich war nicht immer Coach, sondern ich bin diesen Weg, auf dem ich dich begleite, selbst gegangen. Bevor ich mich als Life & Career Coach für Frauen selbstständig gemacht habe, war ich mehrere Jahre in einem großen Unternehmen im Personalmanagement unterwegs. Ich war richtig gut in meinem Job - von außen betrachtet war ich erfolgreich und es sah für alle anderen so aus, als sei ich in meinem Job so richtig angekommen und zufrieden.


Leben, das ist das Allerseltenste in der Welt - die meisten Menschen existieren nur. Oscar Wild

Angefangen habe ich über ein Praktikum im operativen Personalmanagement. Ich habe mich um Stellenausschreibungen gekümmert, war mit Bewerber*innen im Kontakt und habe verschiedene HR Manager*innen unterstützt. Mir war ziemlich schnell klar: Das ist eine Herausforderung, die mich reizt und die ich unbedingt wahrnehmen möchte.


Am Ende meines Praktikums konnte ich mein Glück kaum fassen, als ich übernommen wurde und als Recruiterin nun selbst und eigenverantwortlich Bewerbungsgespräche führen durfte und maßgeblich mitentscheiden darf, wen das Unternehmen einstellt, wer zum Unternehmen passt und andersherum.


Ziemlich schnell hat mir das aber nicht mehr gereicht. Ich habe glücklicherweise eine Führungskraft gehabt, die mich gefordert und gefördert hat und mich extrem selbstverantwortlich hat arbeiten lassen. Nachdem ich innerhalb von 6 Jahren verschiedene Positionen im HR Bereich ausprobiert habe, habe ich ab einem bestimmten Zeitpunkt gemerkt, dass mir meine Leichtigkeit und meine Zufriedenheit abhanden gekommen ist.


Ich habe irgendwann zum ersten Mal ganz klar gespürt, dass ich nicht mehr glücklich bin. Dass mir irgendetwas fehlt und ich nur noch funktioniere.

Nach außen hin sah alles ganz toll aus. Ich war erfolgreich, habe richtig gutes Geld verdient. Aber in mir drin sah es ganz anders aus! Innerlich wurde ich immer unglücklicher und unzufriedener - konnte aber einfach nicht benennen, woran das lag. Und erst recht wusste ich nicht, was ich sonst machen soll.


"Soll ich den Job wechseln? Passe ich nicht in dieses Unternehmen? Oder ist die Branche nichts für mich? Aber was sind denn eigentlich meine Stärken? Was will ich beruflich wirklich? Was begeistert mich und erfüllt mich eigentlich?"


Ich habe gemerkt, dass ein tolles Job nicht alles ist. Und vor allen Dingen habe ich gemerkt, dass ich zwar richtig gut in einem Job sein kann - aber der Job deswegen noch lange nicht gut für mich ist!

In meinem Kopf kreisten zu diesem Zeitpunkt unglaublich viele Gedanken - es war das reinste Gedankenkarussell! Irgendwann fühlte ich mich richtig blockiert. ​ Zu diesem Zeitpunkt wusste ich - ich komm da alleine nicht mehr weiter! Aber ich will etwas an meiner Situation ändern - und nicht irgendwann zu einer Nörglerin werden, die alles doof findet, aber nichts dagegen tut. ​ Als HR Managerin habe ich oft selbst Coachings empfohlen, sodass für mich feststand - ich möchte ein Coaching machen! Und was soll ich sagen - es war genau die richtige Entscheidung! Das Coaching hat bei mir den Stein ins Rollen gebracht. Ich habe im Coaching ganz viel Klarheit erlangt, warum ich in meinem Job unzufrieden war. Ich konnte zwar viele meiner Stärken in meinen Job einbringen, aber Dinge, die mir wirklich wichtig waren, wie zum Beispiel ein gutes und harmonisches Miteinander, Dinge bewegen, lösungsorientiert Herausforderungen anpacken und gemeinsam neue Wege gehen - das kam viel zu kurz. Ich habe deutlich mehr Energie in meinen Job investiert, als dass ich Energie zurückbekommen habe. Ich habe erkannt, wie sich meine Unzufriedenheit im Job auf alle anderen Lebensbereiche auswirkt. Ich habe durch mein Coaching endlich verstanden, was mir aktuell fehlte und was ich brauche, um beruflich und privat erfüllt zu leben.


Zu diesem Zeitpunkt fing aber die eigentliche Arbeit erst an. Ich wusste nun, dass ich weg wollte. Aber ich wusste nicht, wo ich hin will. Was ist, wenn der Neuanfang nicht gelingt? Das sieht doch blöd aus, wenn ich weggehe und nichts Neues habe. Wie macht sich das auf meinem Lebenslauf!?


Ich habe mir mehrere Monate Zeit genommen, herauszufinden, wer ich bin, was mir wichtig ist, wofür mein Herz schlägt - und was ich in meinem (Berufs-)Leben wirklich, wirklich machen möchte.

Das Leben ist zu kurz für irgendwann.

Ich wusste zu diesem Zeitpunkt, was mir an meinem Job unglaubliche Freude bereitet hat: Menschen ganz individuell begleiten und bei ihren persönlichen Fragestellungen und Herausforderungen unterstützen.


Rückblickend betrachtet war von hier aus der Weg zum Coaching nicht mehr weit. Ich habe meinen ganzen Mut zusammengenommen und den Sprung gewagt: ich habe gekündigt, um meinen Traum zu verwirklichen, als Coach Frauen auf ihrem ganz persönlichen Weg zu mehr Klarheit zu begleiten. Dabei, herauszufinden, wer sie sind, was ihnen wichtig ist. Auf ihrem Weg, sich selbst immer mehr so annehmen zu können, wie sie sind. Selbstsicherer und selbstbewusster zu werden und sich ihr zufriedenes und erfülltes (Berufs-)Leben zu gestalten.


Ich werde oft gefragt, woher ich diesen Mut genommen habe. Um ehrlich zu sein, war es mir in diesem Moment gar nicht so bewusst, dass ich gerade unglaublichen Mut beweise - ich wollte mich einfach nicht mein Leben lang fragen, was hätte sein können, wenn ich meinen Traum verwirkliche...


Der Weg dorthin war absolut nicht einfach. Den eigenen Traum zu kennen und die ersten Schritte zu gehen ist das eine. Dranzubleiben und auch bei Rückschlägen immer wieder aufzustehen ist das andere. Ich hatte so viele Momente, in denen mich Selbstzweifel gepackt haben. In denen ich mich selbst gefragt habe, was da eigentlich in mich gefahren ist, einen so sicheren und gut bezahlten Job gegen eine völlige Ungewissheit aufzugeben.


Aber da war immer dieses unbekannte Verlangen in mir. Diese Sehnsucht nach dem Leben, das zu mir passt. In dem ich mich selbstverwirklichten kann. In dem ich mich frei und angekommen fühle.

Hold on to your dreams

Rückblickend weiß ich ehrlich nicht, ob ich heute noch einmal diesen Mut finden würde. Ich bin jeden Tag dankbar, dass ich meinen Weg gefunden habe und heute einen klaren Blick darauf habe, was mir wirklich wichtig ist. Wie ich mein (Berufs-)Leben nach meinen Vorstellungen leben und gestalten kann. Durch die Stolpersteine, die ich auf meinem Weg mitgenommen habe, weiß ich heute, dass es nicht immer gleich ein Umkrempeln des ganzen Lebens braucht. Sondern dass ein klares Ziel, ganz viel Selbstreflexion und eine Partnerin in Crime Gold wert sind.


Zu zweit geht sich der Weg zu einem erfüllten und zufriedenen (Berufs-)Leben nämlich so viel leichter. 💛



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